6ha des Treburer Bannwaldes gefällt für Flughafenausbau

Am 6. November 2018 wurde die Besetzung des Treburer Bannwaldes geräumt. Ein paar Tage später waren 6 ha gerodet für die Autobahnauffahrt des Terminal 3 des Frankfurter Flughafens. Mal wieder wurde das klimaschützende Ökosystem Wald Opfer der klimaschädlichsten Technologie - dem Fliegen. Anfang der 90er Jahre bekam der Treburer Oberwald den Schutzstatus „Bannwald“. Damit wurde ihm nach dem hessischen Landeswaldgesetz eine außergewöhnliche Bedeutung für den Wasserhaushalt, das Klima und die Luftreinigung zugesprochen – Funktionen, die Wälder insbesondere in Verdichtungsräumen und waldarmen Gebieten übernehmen. Doch kaum erhalten, wurde der Status immer wieder aufgehoben, um weitere Bäume für verschiedene Stadien des Flughafenausbaus abzuholzen.

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Der hessische Bannwald im Frankfurter Raum ist begehrt:

Flughafenausbau und Kiesabbau gefährden regelmäßig Teile des Waldes. Der Schutzcharakter des Bannwaldes wird erst gewürdigt und dann wieder aufgehoben, so wie es der Politik und den Firmen passt. Gerade der Bannwald im urbanen Ballungszentrum um Frankfurter ist von besonderer Bedeutung als Erholungsort, Luftfilter, Wasserfilter, Lärmschutz, für ein gedämpftes Mikroklima, den Klimaschutz und die Biodiversität und muss dringend und zuverlässig geschützt werden.

Kiesabbau im hessischen Bannwald um Frankfurt in diesem Waldreport

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
Bannwald
Festgestellt am
Mo., 20.05.2019
6ha des Treburer Bannwaldes gefällt für Flughafenausbau

Am 6. November 2018 wurde die Besetzung des Treburer Bannwaldes geräumt.

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