Geplante Bannwaldrodung zwecks Bebauung mit vierstöckiger Seniorenresidenz "Betreutes Wohnen"

Die Gemeinde Krailling plant im Landschaftsschutzgebiet 5000 m2 Bannwald, Erholungswald Stufe 1, Lärmschutzwald und Klimaschutzwald zu roden, in sehr großer Nähe (nur 180 Meter weiter südlich gelegen) zum Biodiversitätsprojekt Klosterwald Maria Eich im Norden direkt ab der Landkreisgrenze gelegen, und direkt auf der anderen Straßenseite vom Geschützten Landschaftsbestandteil "Eichen-Hainbuchenwald" (zwischen der Bahntrasse und der Rudolf-v-Hirsch-Straße, südlich des Sportplatzes). Der Klosterwald Maria Eich ist seit dem 17. Mai 2019 als "Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet. Das zur Rodung vorgesehene Bannwaldstück befindet sich im Außenbereich der Gemeinde. Bisher herrschte dort strengstes Bauverbot. Die Gemeinde ist der Ansicht, die Bannwaldrodung sei alternativlos, die geplante vierstöckige "Betreutes Wohnen"-Seniorenresidenz müsse zwingend angrenzend an das Altenheim errichtet werden.

Das Gebäude wird in den Planungsunterlagen als "untergeordneter Erweiterungsbau des Altenheims" bezeichnet. Bauträger ist jedoch nicht die Caritas selber, sondern die gemeinnützige Schober-Stiftung, die den Bau dann an die Caritas verpachten wird. Die informelle Planung "ROEK" hatte den Bereich im Umkreis von 600 Metern um die S-Bahn-Haltestelle Planegg, dazu gehört der Klosterwald Maria Eich mit 8 Urwaldreliktarten-Käfern, festgelegt als "prioritärer Siedlungsbereich" für die "urbane Innenverdichtung". Der Klosterwald Maria Eich ist nicht von Rodung und Bebauung bedroht, sondern wie oben dargelegt eine 5000 m2 große Bannwaldfläche in der Nähe.

Die Regierung von Oberbayern ist der Ansicht, Klimaschutz durch Bebauung in ÖPNV-Nähe sei wichtiger als der Schutz des Bannwalds. Wie kann ein Gebäude das Klima mehr schützen als ein Wald? Diese Argumentation ist nicht nachvollziehbar. Es wird außer Acht gelassen, dass sowohl der Klosterwald Maria Eich als auch der Geschützte Landschaftsbestandteil Eichen-Hainbuchenwald sehr wertvolle sog. "Spenderflächen" sind, von denen aus sich dort (über-)lebende seltene Arten wieder in den "normalen" Wald wieder ausbreiten können. Das ganze Waldgebiet Klosterwald und umliegender Wald ist ein sehr beliebter Erholungswald mit sehr guter ÖPNV-Erreichbarkeit. Zur Zeit läuft das Verfahren zur Herausnahme dieses Bannwaldstücks aus dem Landschaftsschutz. Mehr Informationen unter www.bi-bannwald-krailling.de

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
Bannwald
Landschaftsschutzgebiet
Festgestellt am
Mi., 04.01.2017
Geplante Bannwaldrodung zwecks Bebauung mit vierstöckiger Seniorenresidenz "Betreutes Wohnen"

Die Gemeinde Krailling plant im Landschaftsschutzgebiet 5000 m2 Bannwald, Erholungswald Stufe 1, Lärmschutzwald und Klimaschutzwald zu ro

48.103283022627, 11.407762162917