Abholzung im Übermaß im Lachwald Stutensee – trotz Bürgerentscheid

Mehr als die Hälfte des Stutenseer Lachwalds sollte einem Wohnungsbauvorhaben geopfert werden.

Um den Lachwald zu retten, sammelte die Bürgerinitiative „Lachwald-erhalten“ Unterschriften für ein Bürgerbegehren mit dem Ziel eines Bürgerentscheids. Dieser konnte im Februar 2018 mit der Frage

„Sind Sie dafür, dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und der Beschluss des Gemeinderats zur Aufstellung eines Bebauungsplans Lachwald II aufgehoben wird?“

erfolgreich mit 72,67 % der Wählerstimmen entschieden werden.

Nach Auffassung der Bürgerinitiative wurde die Bindungswirkung dieses Bürgerentscheids von der Stadt Stutensee sowie der Aufsichtsbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe nicht im vollen Umfang – bezüglich der Frage über den Erhalt des Lachwalds in seiner jetzigen Form – beachtet. Denn bereits im Herbst 2018 wurde eine Durchforstung mit beabsichtigtem Waldumbau (= Formveränderung) vom Gemeinderat beschlossen. Dies führt im Jahr 2019 dazu, dass im Lachwald im Frühjahr und nochmal im darauffolgenden Herbst insgesamt das 6,5-fache Holz pro Hektar im Vergleich zum Bundesdurchschnitt geerntet werden wird.

Ausführliche Informationen über das Bürgerbegehren, den Bürgerentscheid und die Zeit danach, gibt es auf der Homepage der Bürgerinitiative.

 

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
kein Schutzgebiet
Festgestellt am
So., 18.02.2018
Abholzung im Übermaß im Lachwald Stutensee – trotz Bürgerentscheid

Mehr als die Hälfte des Stutenseer Lachwalds sollte einem Wohnungsbauvorhaben geopfert werden.

49.051187443176, 8.4646221197734