Kahlschlag im Bammentaler Wald, Hirschhörner Schlag, Grenzweg, März 2019

Fünf Rückegassen treffen sich sternförmig in der Mitte eines ehemals dicht bestandenen alten Buchenwaldbestands (Größe ca. 1,5 ha). Im Zentrum sind alle ca. 120 Jahre alten Buchen ausgeräumt. Den Wegesrand säumt ein lichter Restbestand an Buchen.

Während der Holzfällarbeiten wurden sowohl zahlreiche Kronen als auch die Rinden der Restbestände beschädigt. Die „Holzabfälle“ wurden entlang der Rückegassen gestapelt und nicht über den Waldboden verteilt. Nach Aussagen der Waldarbeiter werden sie nicht für umsichtige Holzfällarbeiten bezahlt. „Das dauert zu lang“!

Die Tiefe der Rückegassen auf Lößlehmböden beträgt bis zu 70 cm und überschreitet damit den PEFC- Standard um 30 cm. Die darin entstandenen Wasserrinnen sollen der Gelbbauchunke als Biotop dienen, so der zuständige Revierförster.

Zahlreiche einzelnstehende Buchen wurden durch die Stürme 2019 entwurzelt. Infolge intensiver Sonneneinstrahlung im Sommer 2019 und des forstlichen Schirmschlages erlitten eine Vielzahl der Einzelbuchen Sonnenbrand. Im Sommer 2019 wurde dieser ehemalige Waldbestand zum Standort von Neophyten (indisches Springkraut) und Urticaceae (Brennnessel).

Der gesamte Bammentaler Wald wird seit 2006 forstwirtschaftlich intensiv genutzt. Er ist PEFC zertifiziert. Schirmschläge, die Entfernung des Kronendachs, die Schaffung unzähliger Lichtungen sind seither die gängige forstwirtschaftliche Praxis im Bammentaler Wald wie auch in anderen Forstrevieren des Kreisforstamtes Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreises).

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
kein Schutzgebiet
Festgestellt am
Sa., 09.03.2019
Koordinaten
49.348150502299, 8.7553955313735,
Kahlschlag im Bammentaler Wald, Hirschhörner Schlag, Grenzweg, März 2019

Fünf Rückegassen treffen sich sternförmig in der Mitte eines ehemals dicht bestandenen alten Buchenwaldbestands (Größe ca. 1,5 ha).

49.348150502299, 8.7553955313735