Lampertheimer Staatswald - Kahlschlag für negativen Waldumbau in Abt.520 u. 536 etc.

Gleich hinter der Hessen-Forst "Forstschule" vom Forstamt Lampertheim konnte man 2014 einen in dieser Region üblichen negativen Waldumbau bewundern.
Das Ziel dieses Kahlschlags war offensichtlich wieder mal die Umwandlung von älterem Laubmischwald in neue Kieferplantagen mit Douglasien.

Vorgehensweise erfolgte nach typisch "guter fachlicher Praxis" des Forstamt Lampertheims:
1.) Erst wurde der Altbestand kahlschlagartig aufgelichtet.
2.) Boden-, Strauchschicht und kleine Nachwuchsbäume wurden beseitigt.
3.) Dann erfolgte die krasse, hier übliche "Ackerbau"-Methode für ihre Kiefernplantagen. Hierfür wird der Waldboden mit schweren Maschinen tief durchgepflügt.  

Den paar Laubbäumen, die bei so einer Waldumbauaktion noch stehenbleiben durften, hackte man auch noch die für den Baum so wertvollen, stammbeschattenden Äste ab. Häufige Forstpraxis hier im Staatswald.
Warum? Damit Kiefer-und Douglasienkulturen auch genug Licht erhalten.

Diese buchenquälerische Forstamtsmethode bedeutet natürlich das Todesurteil für diese künstlich beschädigten Buchen. Sie werden nach ein paar Jahren krank und sterben. Weil sie dann auf dem plötzlich vollbesonnten Stamm Sonnenbrand bekommen.
Das nennt unser Forstamt so treffend "Abbrutzeln von Buchen".

Dasselbe "Buchen-Abbrutzel"-Prinzip kann man übrigens auch in Einschlagsstellen im Vorderen Odenwald beobachten. Dessen (FFH)Buchenwälder werden auch vom Forstamt Lampertheim "gepflegt", nach dessen "guter fachlicher Praxis".
Siehe ein Beispiel hier, bitte herunter scrollen auf Lindenfels "Das Buch" Kerngebiet
https://www.fff-odenwald.de/waldzust%C3%A4nde/das-buch/

In Presseartikeln liest der ahnungslose Bürger dann lustigerweise von "ganz unerklärlichem" Buchensterben sogar jetzt schon im Odenwald. Also nicht nur an "grundwasserfernen" Standorten sondern auf ganz normalen Standorten im Mittelgebirge.
Das ist nicht klimabedingt sondern forstwirtschaftlich, durch Buchenraubbau und zu starker Auflichtung verursacht.

Die Odenwald-"Waldpflege" vom Forstamt Lampertheim kann man übrigens sehr anschaulich hier auf der Seite der Waldschutz BI anschauen. Mit sehr interessanten Ausführungen zur dortigen Forstwirtschaftsweise, Buchenplünderungen und  Waldumbauten. Schlimmer geht's nimmer.
https://www.fff-odenwald.de/fff
Hessen-Forst kündigte bereits vor vielen Jahren an, unsere historischen Laub-und Laubmischwälder auf grundwasserfernen Standorten in Kiefer-Monokulturen umzuwandeln.
Egal wo.
Das erfolgte auch schon öfters nebenan im Natura 2000 VSG und im FFH Gebiet "Reliktwald Lampertheim".

www.natur-um-huettenfeld.de

 

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
kein Schutzgebiet
Festgestellt am
Di., 01.04.2014
Koordinaten
49.602406149253, 8.5614491700471,
Lampertheimer Staatswald - Kahlschlag für negativen Waldumbau in Abt.520 u. 536 etc.

Gleich hinter der Hessen-Forst "Forstschule" vom Forstamt Lampertheim konnte man 2014 einen in dieser Region üblichen negativen Waldumbau

49.602406149253, 8.5614491700471