Lindenfels DAS BUCH - Der LANGE DICHTSTAND

Ort: Lindenfels
Waldgebiet: DAS BUCH - Der LANGE DICHTSTAND
Webseite: https://www.fff-odenwald.de/waldreport-de/

Grundlagen
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Bitte als Vorbereitung  Kapitel 3 unserer Rubrik WALDZUSTANDSANALYSE lesen:
https://www.fff-odenwald.de/waldzustandsanalyse/

Alternativ die Kurzform in Kapitel 1 unserer Rubrik HOLZMÄRCHEN:
https://www.fff-odenwald.de/waldzustandsanalyse/

Thema
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Thema ist das Konzept LANGER DICHTSTAND. In Kürze handelt es sich dabei um den Grundpfeiler der modernen Forstwirtschaft, der in den Prozess der Walderneuerung integriert ist. Hierbei wird der Baum lange im Dichtstand gehalten, um einen astfreien Schaft zu erhalten. Der LANGE DICHTSTAND ist ausschließlich dafür gedacht Bäume ohne Äste im Stammbereich zu züchten, um höhere Erträge beim Verkauf zu erzielen! Die Rede ist von sogenannten Zukunftsbäumen. Weitere Informationen dazu wie oben aufgeführt.

Auf den Bildern sehen Sie wie das in der Praxis aussieht. Die Bäume werden sehr dicht in Reihe eingepflanzt, um vorhandene Lücken zu schließen und hierdurch ist das Schicksal dieser zukünftigen Bäume schon besiegelt, wie wir gleich sehen werden.

Das vorgeführte Stangenholz ist etwa 30 Jahre alt und da sollten doch eigentlich jetzt junge Bäume stehen. Die Erklärung ist einfach. Der LANGE DICHTSTAND sorgt zwar für den gewünschen astfreien Schaft aber nach einigen Jahren wächst der Jungwuchs so gut wie nicht mehr - ausgelaugter Boden! Jetzt gibt es zwei Fälle zu unterscheiden.

Fall1
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Wir lassen das so und warten weitere 30 Jahre ab und schauen wieder nach um mit Entsetzen festzustellen, dass die betroffenen Bäume gerade mal ein paar Meter sich hochgequält haben, wenn überhaupt, und weiterhin weit und breit keine Spur von einem Jungwald - Stangenholz ist weder Jungwald noch Wald!

Fall 2
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Wir wenden die Idioten-Konzepte der Forstwirtschaft namens Läuterung bzw. Durchforstung an, so dass die Bäume sich weiter hochquälen können. Beispiel zur Verdeutlichung
   https://www.fff-odenwald.de/waldzust%C3%A4nde/sch%C3%B6ne-aussicht/

Nach der Läuterung bzw. Durchforstung quälen sich die Bäume hoffentlich ohne den Schutz von Altbäumen irgendwie in unnatürlich langer Zeit mühsam hoch und es findet dann die erste Fällung in sozialistischer Planwirtschaft namens Waldverjüngungs statt.

Die Umgebungsbäume um diesen Fällungsbereich sind aber ebenfalls im LANGEN DICHTSTAND hochgezogen wurden, so dass eine mickrige Krone und Wurzelwerk gegeben ist, da der Baum nie genug Platz hatte zum wachsen. Es ist also ein labiler Wald und da der geschlossene Waldverband geöffnet wurde, werden die betroffenen Bäume im nächsten Starksturm in die Knie gehen.

Da die betroffenen Umgebungsbäume mit Prägung LANGER DICHTSTAND so gut wie keine schützenden Äste haben werden sie jetzt auch zusätzlich von der Sonne geröstet und sukzessive geschwächt. Bei der Buche dann Austrocknung/Pilzbefall/Insektenbefall/Buchensonnenbrand usw. Bei anderen Laubbaumarten ähnliche Vorgänge, da kein Baum schutzlos ohne Äste von der Sonne geröstet werden möchte.

So oder so haben also die betroffenen Laubbäume verloren. Wir haben Ihnen hier das Deppen-Konzept LANGER DICHTSTAND vorgeführt - der Grundpfeiler der modernen Forstwirtschaft.

Unter diesen Gegebenheiten hören wir uns gerne den minderwertigen Dreck an, dass der Klimawandel unsere Laubbäume ruiniert hätte oder dass wir gar einen idiotischen WALDUMBAU benötigen würden - jetzt auch unsere Laubbäume -, um unsere Wälder klimastabil zu machen. 

                                MAN KANN DIE ÖFFENTLICHKEIT BELIEBIG BELÜGEN!

 

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
kein Schutzgebiet
Festgestellt am
Mi., 07.10.2020
Koordinaten
49.697259, 8.778971,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Lindenfels DAS BUCH - Der LANGE DICHTSTAND

Ort: Lindenfels
Waldgebiet: DAS BUCH - Der LANGE DICHTSTAND

49.697259, 8.778971