FFH Reliktwald West Abt.517 Wurzellager und Nadelholzkultur

Hier ein Beispiel von  Hessen-Forst Lampertheims "guter fachlicher Praxis"
die Baumstubben gefällter Bäume herauszureissen, auch im Natura 2000 FFH Gebiet.
Das Forstamt zackert dann vor Anlegen seiner eh schon ökoschädlichen Nadelholz-Monokulturen den Oberboden durch, die üblich schädliche Ackerbaumethode des Forstamtes.

Baumstümpfe sollten generell im Boden verbleiben, weil sie hohen ökologischen Wert haben. Sie sind wertvolles Totholz für viele Insekten- und Pilzarten.
Auch der hier im FFH Reliktwald zu erhaltende Hirschkäfer braucht Stubben für die Entwicklung seiner Larven. Der Hirschkäferbestand ist seit Grunddatenerfassung (GDE) 2004 schon stark zurück gegangen.

Danach wurden im westlichen FFH Reliktwald schon wieder schädliches Nadelholz wie Douglasien und Kiefern gepflanzt. Der Waldboden wird so immer mehr verschlechtert, trocknet immer mehr aus und versauert.

Obwohl in der FFH Grunddatenerfassung (GDE) 2004 ausdrücklich das Gegenteil drin steht.
Nämlich dass Buchen und Laubbäume zu fördern und Nadelholz zu dezimieren ist.
Mit Zunahme von Nadelholz sinkt auch das Grundwasser.

Das Forstamt Lampertheim wurde Anfang 2016 Hessen-Forst Gruppen-Zertifiziert, zunächst ohne FSC-vorgeschriebene Stakeholderbeteiligung. Das wurde dann aufgrund einer Greenpeace Beschwerde nachgeholt, per FSC-"Sonderaudit" im Forstamt Lampertheim im Mai 2017, wo Naturschutz-Stakeholder viele Regelverstöße dokumentierten.
Diese erneute Nadelholzpflanzung im FFH Gebiet wurde von FSC gar nicht beanstandet, weil für FSC ALLES egal ist, was vor einer Zertifizierung stattfand. Genau genommen könnte auch ein kompletter Kahlschlagswald FSC zertifiziert werden, wenn der Bewirtschafter beteuert ZUKÜNFTIG nach FSC Standard zu forstwirtschaften. Naturschützer können nicht überall sein und so konnte vor den Fotos 28.1.2017 nicht sicher bewiesen werden, ob diese Pflanzungen mit Ackerbaumethode kurz vor oder nach der FSC-Zertifizierung erfolgten.
Hiesige Naturschutz-Stakeholder kapitulierten eh resigniert nach diesem "FSC-Audit Lampertheim". Sie waren völlig enttäuscht von FSC, haben FSC seitdem als Greenwashing abgehakt. Weil sie sich mit FSC Zertifizierung eine ökologischere Forstbewirtschaftung erhofft hatten. Was offensichtlich nicht erfolgte.
Hier bei dieser FSC Zertifizierung erfolgte die von FSC vorgeschriebene Stakeholderbeteiligung erst 1 Jahr später, auf GP Beschwerde hin. Das Hauptproblem von uns Stakeholdern war, dass FSC keine fotodokumentierten FSC Regelverstöße anerkennt. Also Fotos, die direkt nach dem Forstschaden danach gemacht wurden. Beim "nachträglich" erfolgten Sonderaudit im Mai 2017 waren dann natürlich ein halbes Jahr später viele Fahrspuren aufgrund der Blattschicht verwischt. So hatte dann das Forstamt dann bei Auditbegehung z.B. einfach abgestritten, dass es FSC-unzulässige "Kreuz-und Quer"-Rückegassen in Abt.127 befahren hätte. Obwohl man das auf Stakeholder-Foto an den Fahrspuren gut sehen konnte. Aber Fotos sind ja keine Beweismittel für FSC Audit... Es wurde einfach behauptet, es wären ältere Rückegassen gewesen...
Oder wenn man das Beispiel "Maschinenfahrt querfeldein ohne Rückegasse" dokumentierte, dann hieß es "das sind nur Ausnahmen, ist tolerierbar"... Nun, bei diesem Audit waren das dann allesamt tolerierbare "Ausnahmen". Weil die FSC Stakeholder Frevel-Doku sich beispielhaft auf das kleine FFH Waldgebiet beschränkte.
Der Normalbürger al FSC Stakeholder hat auch nicht die Zeit, die gesehenen Frevel im GESAMTEN großen Staatswald  mit allen Abteilungen aufgelistet für FSC zu dokumentieren. Deshalb nur beispielhaft im FFH Gebiet getätigt...was dann als "Ausnahme" toleriert wurde.
Das katastrophale FSC Audit gab dem Forstamt damit wirksam ein "Weiter so" Signal. Seitdem noch schlimmer hier die Wirtschaftsweise geworden.

Auf dem Google-Kartenbild unten sieht man zumindest, dass der Boden Mitte 2015 hierfür vorbereitet wurde.
Aber FSC hat bei diesem FSC Sonderaudit Lampertheim auch alle anderen hier dokumentierten Regelverstöße im Sinne seines Kunden Hessen-Forst quasi geduldet. Und im Zweifelsfall (was 6 Monate danach auch oft schwierig vorort noch nachzuweisen war) stets das Forstamt unterstützt. Im Zweifel für den Angeklagten sozusagen. FSC ist halt KEIN Ökosiegel.
http://www.natur-um-huettenfeld.de/FSC%20Audit%205_2017/Audit%2018.5.20…

Unter FFH Gebiets- "Erhaltung und Massnahmen" ist hier in der GDE 2004 des Reliktwaldes Lampertheim folgendes festgehalten:

1.  "Als Hauptbaumart ist– soweit irgend möglich – die hier ohnehin vergleichsweise häufig stockende Rotbuche zu fördern"
"Nadelhölzer sind für alle genannten Arten wertlos"
(Hirschkäfer, Veilchenblauer Wurzelhalsschnellkäfer, Heldbock)
Anmerkung:
Nicht befolgt.Das Gegenteil wurde gemacht. Noch mehr Nadelbäume und Exoten!

2. "Allmähliches Auslichten der Nadelholzbestände, insbesondere Kiefern, mit Unterbau von Buchen."
Anmerkung:
Nicht befolgt.Es wird/wurde als gängige Forstpraxis sogar Kiefern unter Rotbuchenschirm angebaut, und die Rotbuchen dann umgehauen, wenn die Kiefern mehr Licht brauchten.

3. "Keine Beseitigung von stehendem oder liegendem Totholz"
Anmerkung:
Nicht befolgt.Manches Totholz als Brennholz verwertet. Und Wurzel mit Stubben wie hier herausgerissen.

4.) "MaßnahmeF04: Umwandlung naturferner in naturnahe WaldtypenZiel der Maßnahme ist es, den Anteil der von Nadelholz bestimmten Bestände zu reduzieren zugunsten des LRT 9110 (Hainsimsen-Buchenwald)"
Anmerkung:
Nicht befolgt.Das Gegenteil wurde gemacht. Gemäß EU Datenblatt 07/2011 wurde LRT9110 um 29% reduziert

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
FFH-Schutzgebiet
Festgestellt am
Sa., 28.01.2017
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
49.596033989949, 8.5522550032599,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
FFH Reliktwald West Abt.517 Wurzellager und Nadelholzkultur

Hier ein Beispiel von  Hessen-Forst Lampertheims "guter fachlicher Praxis"

49.596033989949, 8.5522550032599