Raubbau an den Teßmannsdorfer Tannen geht weiter

Und wieder einmal fährt schweres Gerät durch den Küstenwald. Jedes Jahr das gleiche Bild! Es wird masssiv in diesem einst so intakten, dichten Wald eingeschlagen. Was vor 10 Jahren noch undurchdringlich war, ist jetzt eine bessere Parklandschaft. Die massive Durchforstung aber auch das Verfestigen der Wege mit Bauschut aus Windkraftanlagenfundamenten hat ein Bild des Schreckens hinterlassen!

Dazu noch die erkennbaren Schäden aus den Dürresommern, die gerade wegen der bereits starken Durchlichtung die letzten Bäume zusätzlich geschädigt haben. Gerade die Kiefern und Fichten, die diesem Wald im Natura 2000-Gebiet einst den Namen gaben, sind alle krank und geschwächt. Schäden sind aber auch an z.B. den Eichen deutlich sichtbar.

An den Waldrändern wurden die Äste ungefähr einen Meter vom Stamm abgeschnitten. Das dient angeblich dazu, dass dann keine Pilze in den Stamm eindringen können. Ich habe so etwas zuvor noch nie gesehen. Zum Beispiel die Kiefer schlägt doch an den Aststummeln nicht mehr aus und auch bei den Eichen, die so in den letzten Jahren behandelt wurden, sieht man, dass die Bäume nicht mehr ausschlagen, sondern diese Äste absterben, sich die Wunden aber nicht verschließen können. Da kann man mir erzählen was man will, aber dieses Todholz wird dann von Pilzen zerfressen und warum sollten die Pilze dann nicht auch in den Baum eindringen?
Komischer Weise werden Straßenbäume anders behandelt, aber Argumente gegenüber den dort arbeitenden Holzfachleuten finden kein Gehör! Wenn die alles so toll ausgebildet sind, warum sehen unsere Wälder denn heute so aus? Hauptsache man kommt mit schwerem Gerät überall durch. Die Natur des Waldes findet hier gar keine Berücksichtigung - immer rein mit den Autos und Harvestern in den Wald (siehe Bilder)!

Waldschadenskategorie
Holzernte-Schäden
Schutzgebietstyp
FFH-Schutzgebiet
Landschaftsschutzgebiet
Festgestellt am
Sa., 18.01.2020
Koordinaten
54.060924456621, 11.590254261885,
Raubbau an den Teßmannsdorfer Tannen geht weiter

Und wieder einmal fährt schweres Gerät durch den Küstenwald. Jedes Jahr das gleiche Bild!

54.060924456621, 11.590254261885