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Buchenkahlschlag bei Oberbrüden-Auenwald - Leserbrief in der Backnanger Kreiszeitung 13.03.21

"Redet den Forstleuten und Politikern ins Gewissen"

Ich erlebe es zurzeit live vor meiner Haustüre. Ich habe etwa fünf Hektar Mischwald. Nicht im Traum denke ich derzeit daran, eine noch halbwegs gesunde Buche zu fällen. Im Staatswald „Heslachhofer Bucht“ wurden im Winterhalbjahr 2020/2021 auf etwa 30 bis 40 Hektar sämtliche Buchen – ob krank oder nicht – gefällt. Die Buchen waren 100 bis 120 Jahre alt. Ich schätze so etwa 10 000 Festmeter Buchenholz (auch Weißtannen, Lärchen und Eichen wurden dabei geschlagen und sicher gut vermarktet. Begründet wurde der Kahlschlag mit dem Absterben der Buchen, bedingt durch die anhaltende Trockenheit. Ja, schätzungsweise 50 Prozent leiden unter dem extremen Klimawandel. Aber ist ein Kahlschlag die Lösung? Für mich schockierend war die Tatsache, als ich dem verantwortlichen Revierförster beim Auszeichnen der Bäume zuschaute: Er rannte regelrecht von Buche zu Buche und machte an jedem Baum sein vernichtendes Zeichen: Freigabe zur Fällung, ob klein oder groß, ob krank oder gesund. Kein einziges Mal schaute er hoch zur Krone, ob sie wirklich krank oder noch gesund war, so meine spontane Empfindung in diesem Moment. Ab diesem Moment war für mich klar: Dies hat mit Nachhaltigkeit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Meine traurige Wahrnehmung war: Bevor noch mehr Buchen unter der Trockenheit leiden, soll nochmals so richtig abkassiert werden. Die meisten Buchen werden nach China exportiert. Der angebliche Umbau ist nur ein Feigenblatt für die Forstleute und die sich dahinter versteckende aktuelle Waldpolitik. Die verantwortlichen Forstleute verkennen, dass durch den künstlichen Umbau zum angeblich reinen Eichenwald die schon stattgefundene Verjüngung des Buchen-Eichen-Mischwaldes jäh gestört, ja regelrecht zerstört wird. Denn die jungen Buchen müssen auch weichen, ob sie wollen oder nicht. Die hohe Politik, ob grün, schwarz, rot oder gelb, schaut leider nur achselzuckend zu und verbreitet schöne Parolen unter dem Slogan Nachhaltigkeit.  Diese Nachhaltigkeit ist für mich zum Unwort des Jahrzehnts, ja des Jahrhunderts geworden. Redet den Forstleuten ins Gewissen. Und den Politikern auch, wenn sie etwas über den Klimaschutz faseln.
Gerhard Seiter, Auenwald-Heslachhof

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
Landschaftsschutzgebiet
Festgestellt am
Do., 18.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
48.949901151104, 9.5130889148494,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Buchenkahlschlag bei Oberbrüden-Auenwald - Leserbrief in der Backnanger Kreiszeitung 13.03.21

"Redet den Forstleuten und Politikern ins Gewissen"

48.949901151104, 9.5130889148494

Buchenkahlschlag bei Oberbrüden-Auenwald

hier im Staatswald wird in 4 Revieren (ca 50 ha) ein Kahlschlag der 100-150 Jahr alten Buchen betrieben. Begründung des Försters: der Wald wird "umgebaut", d.h. bedingt durch Trockenschäden der Buchen (ca 50 %) sollten resistentere Baumarten wie Eichen, Elsbeere, ....angesiedelt werden. Auch der Buchennachwuchs muss weichen!

Schätzungsweise 10.000 Fm sind geschlagen. Die meisten Buchen werden nach China verschifft!

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
Landschaftsschutzgebiet
Festgestellt am
Mo., 15.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
48.959233986697, 9.5248648986076,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Buchenkahlschlag bei Oberbrüden-Auenwald

hier im Staatswald wird in 4 Revieren (ca 50 ha) ein Kahlschlag der 100-150 Jahr alten Buchen betrieben.

48.959233986697, 9.5248648986076

Unser „Grünes Herz“ Deutschlands stirbt

Ich kann nicht mit Worten beschreiben, was ich gesehen habe, aber vor nicht mal einem Jahr hatten wir noch einen Wald hier in Lauscha. Und nicht nur Lauscha ist betroffen, sondern auch Steinach, Ernstthal, Neuhaus, und man könnte noch mehrere Ortschaften aufzählen. Es wurden fast alle Bäume gefällt und ich bin mir sehr sicher nicht nur vom Borkenkäfer befallene Bäume. Aber das ist nicht alles. Die Arbeiter hinterlassen den Wald katastrophal. Die Tiere haben keine Chance hier zu leben und zu überleben. Die Frage wäre nun, was können wir dagegen tun? 

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
nicht bekannt
Festgestellt am
Di., 02.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
50.472484330507, 11.16281747818,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Unser „Grünes Herz“ Deutschlands stirbt

Ich kann nicht mit Worten beschreiben, was ich gesehen habe, aber vor nicht mal einem Jahr hatten wir noch einen Wald hier in Lauscha.

50.472484330507, 11.16281747818

Holzeinschlag ohne Rücksicht

In und um ganz Lauscha/Ernstthal werden seit Anfang 2020 wegen Borkenkäferbefall ganze Wälder abgeholzt. Einerseits nachvollziehbar, anderseits nicht, da Gebiete abgeholzt werden, in denen auch gesunde Fichten und andere Bäume stehen. Schwere Maschinen richten große Schäden im Boden und an Bäumen an. Gesunde Bäume werden so verletzt, dass sie wohl in naher Zukunft auch noch absterben. Berge von großen Holzstücken und Ästen bleiben einfach im Wald liegen, für den Anflug von Baumsamen besteht keine Chance. Wir machen uns große Sorgen um unsere Wälder, Wildtiere, Insekten und Vögel. 

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
nicht bekannt
Festgestellt am
Sa., 13.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
50.482477026516, 11.182622909546,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Holzeinschlag ohne Rücksicht

In und um ganz Lauscha/Ernstthal werden seit Anfang 2020 wegen Borkenkäferbefall ganze Wälder abgeholzt.

50.482477026516, 11.182622909546

Muna-Wald am Brombachsee stark bedroht

Der Muna-Wald ist etwa 155 ha groß, wovon der Großteil gerodet werden soll. Er grenzt direkt an die beiden Naturschutzgebiete "Halbinsel Kleiner Brombachsee" (42 ha) und "Grafenmühle" (88 ha), die am Ufer des Brombachsees liegen. Der Muna-Wald Langlau ist ein seit 70 Jahren vollständig eingezäunter Mischwald. Der Rehwildbestand war und ist mangels Zuzugsmöglichkeit relativ gut regulierbar und aufgrund von Bejagung gering, daher können junge Bäume ohne größeren Verbiss ungestört nachwachsen. Buchen, Eichen, Linden, Ahorn, Eschen, Pappeln, Weiden, Fichten, Tannen, Douglasien, Lärchen und Kiefern aller Altersklassen sind vorhanden. Teilweise ist der Wald plenterartig aufgebaut. Er hat sich zukunftsfähig entwickelt.Im Juli 2020 wurden Planungen bekannt, dass das etwa 1,55 Millionen Quadratmeter große Muna-Wald-Gebiet weitgehend gerodet und zu einem Center-Parcs-Resort mit etwa 800 Wohneinheiten für die Freizeitindustrie umgewandelt werden soll.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
nicht bekannt
Festgestellt am
Di., 09.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
49.127310294991, 10.896237426271,
Bürgerinitiative aktiv
Ja
Muna-Wald am Brombachsee stark bedroht

Der Muna-Wald ist etwa 155 ha groß, wovon der Großteil gerodet werden soll.

49.127310294991, 10.896237426271

Lindenfels Seidenbuch - SBE Rundgang - Zentralsicht

Ort: Lindenfels
Waldgebiet: Seidenbuch - SBE Rundgang - Zentralsicht
Webseite: https://fff-odenwald.jimdofree.com/waldreport-de/
Abschnitt: LINDENFELS ⇒ SEIDENBUCH
FFH-NR: 6218-302
FFH-Name: Buchenwälder des Vorderen Odenwaldes

Diese Bilder wurden am 07.03.2021 aufgenommen. Auf der Satellitenaufnahme im ersten Bild ist der betroffene Bereich oberhalb vom Schannenbacher Eck mit Wegpunkten (WP1 - WP11) eingezeichnet (ca. 9 Hektar) und die Details zu den Abschlachtungen finden Sie hier:
WP1 WP2 WP3 WP4 WP5 WP6 WP7 WP8 WP9 WP10 WP11

Ferner ist dort auf der FFH-Karte, der betroffene Bereich rot markiert und nennt sich der Waldmeisterbuchenwald (LRT-9130) mit Erhaltungszustand B - salopp formuliert:
• A = gut
• B = mittel
• C = schlecht

Der Erhaltungszustand B ist aber nicht so, wie es scheint; denn die blaue Markierung innerhalb der roten Markierung war schon auf der Karte gegeben und bedeutet "Veränderung von Erhaltungszustand C nach B" und hier fand die Abschlachtung WP1-WP11 von oben statt. Aber es kommt noch besser. Der Bereich rechts von der blauen Linie hat den Erhaltungszustand C = schlecht und das bedeutet, dass man hier von rechts nach links über die blaue Linie durchschlachtet.
⇒ Die WALDVERJÜNGUNG in sozialistischer Planwirtschaft im FFH-Gebiet.
⇒ quod erat demonstrandum - was zu beweisen war.

Im zweiten Bild ein Auszug der vorgefundenen Baumstümpfe und im dritten Bild massive Baumverletzungen mit diesen FOLGEN. Im vierten Bild ein Auszug über den Fällungsweg im Rundgang und das geht so kilometerweit. Im letzten Bild ein Auszug des Waldfrevels -  mitgerissene bzw. miteinander Mikado spielende Bäume und zerstörte Brutnester bzw. Höhlen. Dort auch die Verantwortlichen von der Revierförsterei Fürth aufgeführt. Diese Waldabschlachtung hier dient lediglich der weiteren: ABFACKELUNG  AUSVERKAUF

Es kommt nicht von irgendwoher, dass die Europäische Kommission beim Europäischen Gerichtshof KLAGE gegen Deutschland eingereicht hat, mit dem Vorwurf das Bund und Länder die Schutzgebiete unzureichend rechtlich sichern würden und keine ausreichend konkreten Schutzziele formuliert hätten.

An den Europäischen Gerichtshof: KOBRA, ÜBERNEHMEN SIE!

FightForForest Odenwald

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
FFH-Schutzgebiet
Festgestellt am
Mo., 08.03.2021
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
49.682137024316, 8.7241733721123,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Lindenfels Seidenbuch - SBE Rundgang - Zentralsicht

Ort: Lindenfels
Waldgebiet: Seidenbuch - SBE Rundgang - Zentralsicht

49.682137024316, 8.7241733721123

Kahlschlag Gewerbegebiet Würzbacher Kreuz

unnötiges Gewerbegebiet , überwiegend Lager, Firmen mit sehr wenig Mitarbeiter. Die Nachfrage für die Bauplätze scheint eher gering.

Waldschadenskategorie
Kahlschlag
Schutzgebietstyp
nicht bekannt
Festgestellt am
Sa., 31.08.2019
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
48.727563202587, 8.6716567734295,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Kahlschlag Gewerbegebiet Würzbacher Kreuz

unnötiges Gewerbegebiet , überwiegend Lager, Firmen mit sehr wenig Mitarbeiter. Die Nachfrage für die Bauplätze scheint eher gering.

48.727563202587, 8.6716567734295

Gefällte Höhlenbuchen Viernheimer Staatswald EU VSG 6417-450 Abt.304

Hier ein Beispiel von rücksichtslos verfolgten Holzinteressen gegenüber vernachlässigten Natur-und Artenschutzbelangen, im Staatsforst Hessen.
Bewirtschafter Hessen-Forst Lampertheim: Höhlenbaumeinschlag zur Brennholzvermarktung.

Die Fotos vom 30.11.2011 unten zeigen die noch stehenden Höhlenbuchen, wurden dann im Dezember gefällt.
Hessen-Forst Lampertheim fällt seit Jahren gewohnheitsmäßig alte Höhlenbuchen und -eichen im EU Natura 2000 EU-Vogelschutzgebiet 6417-450 „Wälder der südlichen hessischen Oberrheinebene“.

Als das damals mal deutlich bei einer Waldbegehung reklamiert wurde, meinte das Forstamt lapidar "es gibt zu viele Höhlenbuchen, wir brauchen Holz, ist vor allem auch Wirtschaftswald und wir können nicht alles stehen lassen".
Es lässt aber seit Jahren zu wenig an Höhlenbäumen und Totholz stehen. Und das hat negative Auswirkungen für den Artenschutz.
So werden seit Jahren auch im FFH Reliktwald Lampertheim nebenan die wertvollsten Brut-und Lebensstätten besonders geschützter Arten abgeholzt und als Brennholz vermarktet. Denn wenn ein Spechtloch in einer Buche zu sehen ist, dann befürchtet das Forstamt wohl baldigen Werteverfall, also schnell noch ernten.
 
Hier ein Beispiel der "guten fachlichen Praxis" des Forstamtes Lampertheim
aus dem Viernheimer Staatswald 2011 im VSG, wo wie immer einige Höhlenbuchen mit gefällt wurden. Sogar eine Buche mit Schwarzspechthöhle (besonders geschützt) wurde nicht verschont. Aber das ist gängige Forstamts-Fällpraxis hier an der hessischen Bergstrasse: "Es wird gefällt was gefällt".

Im gesamten Viernheimer Staatswald dort wurde/wird nach Buchenholzplünderungen fleißig mit Nadelholz aufgeforstet, hauptsächlich Kiefern und Douglasien. Aber auch mit ökoschädlichen Roteichen etc.
Bei einer kurzen Waldbegehung damals 2012 sagte Hessen-Forst, dass es einen Waldumbau plane, weg von Buchen. Stattdessen hätte Kiefern- und Eichenkulturen Zukunft.
An Buchen würden eh nicht so viele Arten leben, meinte Hessen-Forst. Habe dann zum Forstamt gesagt, dass z.B. im FFH Reliktwald über 300 wissenschaftlich nachgewiesene Käferarten an alten Buchen leben würden, vor allem auch RL1 Urwaldkäfer. Auch die besonders geschützten Schwarzspechte oder Bechsteinfledermäuse bräuchten viele alte Höhlenbuchen. Daraufhin die Antwort "die haben dann halt Pech gehabt", das könne man nicht ändern. Buchen hätten keine Zukunft mehr.
Entsprechend wurden hiesige Buchen sukzessive eingeschlagen. übernutzt. Und besonders geschützte Arten  im gesamten Natura 2000 Wald dezimiert.

Nicht nur das FFH Gebiet sondern auch das EU Vogelschutzgebiet 6417-450 wurde durch diese rücksichtslose Forstwirtschaftsweise deutlich verschlechtert.
Kann man im letzten 2016 SPA-Monitoring-Bericht für das EU-Vogelschutzgebiet 6417-450 „Wälder der südlichen hessischen Oberrheinebene“ nachlesen.
Sämtliche Waldvogelarten verzeichnen gemäß dieses Berichtes einen deutlichen Rückgang.
Genannte Hauptursache darin: Mangels geeigneter Brut-und Höhlenbäume.
 

Hier kurze Auszüge aus dem Natura 2000 VSG Monitoring Vögel Nov 2016:

Zählt zu den 5 besten Brutgebieten Hessens für Schwarzspecht und Heidelerche
Hohe Siedlungsdichte von Grau-, Schwarz- und Mittelspecht u. Gartenrotschwanz, Wendehals

Wald Nord bei Bürstadt in GDE (Grunddatenerfassung 2004) als strukturreicher alter Laubholzbestand beschrieben. Durch Entnahme des Altbestandes fast alles verschwunden . Derzeit Jungwuchs Buche und Kiefern, mit einigen Buchenüberhältern.

Überall im Wald besorgniserregender Kronenzustand Eichen. Spätblühende Traubenkirsche verhindert Eichenverjüngung. Beobachtet wurde vermehrtes Einbringen von Roteiche (nicht für Spechte geeignet) .Traubenkirsche überall durch zunehmenden Lichtgenuss gefördert.

1.) Baumfalke
seit GDE (Grunddatenerfassung 2005)             Bestand halbiert             Erhaltungszustand von B auf C
Gefährdung durch Brutbaumfällung bzw. Entnahme ökologisch wertvoller Bäume, vor allem Kiefern (gilt auch für Rotmilan)

2.) Dohle
seit GDE              Erhaltungszustand C
Braucht alte großhöhlenreiche Laubwälder, vor allem Schwarzspechthöhlen
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume mit Schwarzspechthöhlen, zu geringer Anteil Altbäume
, flächenhaftes Absterben von Baumbeständen

3.) Gartenrotschwanz
seit GDE              Bestand Rückgang -27%               (Wald -60%)     Erhaltungszustand von A auf B
Hessenweit schlechter Erhaltungszustand RL2, VSG hier eines der wichtigsten Gebiete
Braucht totholzreiche laub-oder Mischwaldbestände mit vielen Specht-und Fäulnishöhlen (hier durch Nistkästenaufhängung in Viernheimer Heide verbessert)
Ursache im starken Waldrückgang reduzierte Höhlenbaumangebote! (angeblich durch Windwurf)
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume, zu geringer Anteil Altbäume, nicht einheimische Baum-u- Straucharten vor allem Späte Traubenkirsche
Maßnahme: wegen auffälligem starkem Rückgang im Wald sollten naturhöhlenreiche lichte alte Baumbestände gezielt erhalten werden. Aufhängen von Nistkästen wie in der Heide (dort +133%)

4.) Grauspecht
seit GDE              Bestand Rückgang 20% (im Laubwald)  Erhaltungszustand B
Braucht reich strukturierte alte  Laub-und Mischwälder (Buchenwald) mit altem Baumbestand und viel Totholz
Auffallend vor allem Rückgang in Laubwaldbeständen , durch "Verjüngung" und starkem Bodenbewuchs (Späte Traubenkirsche), durch starke Nutzung von Laubholzaltbeständen!
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume,
zu geringer Anteil Altbäume: Hohes Risiko durch zu starke Auflichtung!

flächenhaftes Absterben von Baumbeständen

5.) Hohltaube
seit GDE              Bestand Rückgang -50%                              Erhaltungszustand B
Braucht alte großhöhlenreiche Laubwälder mit großem Höhlenangebot (Schwarzspecht Höhlenzentren). Brütet nach Schwarzspecht, Dohle und Rauhfußbussard in dessen Höhlen und zieht bis in September Junge groß
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume mit Entnahme unter- und zwischenständiger Buchen,
zu geringer Anteil Altbäume: Zu starke Auflichtung!
flächenhaftes Absterben von Baumbeständen
Massnahme siehe Schwarzspecht

6.) Kleinspecht
seit GDE              Bestand Rückgang -44%               (Wald Hütt-VIE -60%)   Erhaltungszustand B
Braucht reich strukturierte alte  Laub-und Mischwälder (Buchenwald) mit altem Baumbestand und viel Totholz
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume mit Entnahme unter- und zwischenständiger Buchen,
zu geringer Anteil Altbäume: Zu starke Auflichtung!

flächenhaftes Absterben von Baumbeständen

7.) Mittelspecht
seit GDE              Bestand Rückgang -23%                              Erhaltungszustand A (bald auf B)
Braucht Laubwälder mit vorzugsweise Totholz
Gefährdung durch Entnahme ökologisch wertvoller Bäume: Schonung von Höhlenbäumen,
zu geringer Anteil Altbäume: Zu starke Auflichtung!
Habitatverlust durch standortfremde Baumarten z.B. Roteichen

flächenhaftes Absterben von Baumbeständen

8.) Pirol
seit GDE              Bestand Rückgang -68%               Erhaltungszustand von A auf B
Braucht lückige alte Eichen-Hainbuchenwälder
Hier eines der wichtigste Gebiet für Pirol
Gefährdung durch starken Holzeinschlag im Norden dort verschwunden
Maßnahme: Erhaltung alter Baumbestände

9.) Schwarzspecht
seit GDE              Bestand Rückgang -8% (Wald Hütt-VIE -20%) Erhaltungszustand B
Gefährdung durch Starke Auflichtung der Buchenbestände! Befürchtete Auflösung der Buchenbestände, Entnahme unter- und zwischenständiger Buchen.
zu geringer Anteil Altbäume: Zu starke Auflichtung!
flächenhaftes Absterben von Baumbeständen. Nicht einheimische standortfremde Baumarten.

Häufig gepflanzte, schnell wachsende fremdländische Roteichen sind nicht geeignet für Schwarzspechte etc.

10.) Waldlaubsänger
Starke Bestandsrückgänge von -60%! Deshalb hier erfasst
GDE nicht erfasst            Erhaltungszustand C
Bevorzugt geschlossenen Buchen-Eichenbestände mit freiem Stammraum. lichter Buchenunter- oder -zwischenstand, ohne Bodenvegetation
Siedlungsdichte unter Hessen Durchschnitt
Gefährdung Holzeinschlag zur Brutzeit!
Zu geringer Anteil Altbäume und zu starke Auflichtung der Brutbestände

Maßnahme: Erhaltung alter Baumbestände

11.) Wendehals (RL H 1)
seit GDE              Bestand Rückgang -50%               (Wald 50-73%)                 Erhaltungszustand von A auf B
Braucht lichte Waldstrukturen auf sandigem Grund mit viel Höhlen.
Gefährdung Natürliches Höhlenangebot spürbar reduziert (angeblich durch Windwurf)
Verbuschung durch Späte Traubenkirsche
Massnahme Alte Waldbestände sollten möglichst lang erhalten bleiben. Erhalt von höhlenreichen Waldbeständen

12.) Wespenbussard
GDE nicht erfasst                            Erhaltungszustand B
Braucht Laub-und Mischwaldbestände angrenzend zu Kalamitätsflächen. Verlichtete alte Waldbestände von hoher Bedeutung
Gefährdung Viele Altholzbestände wurden für Holznutzung weiter aufgelichtet.
Die größte Gefahr geht vom frühen Laubholzeinschlag im August aus.

etc.
Im Monitoringbericht werden deutlich Erhaltungsmassnahmen gefordert, was aber eine völlige Wende von bisheriger Forstwirtschaftsweise bedeuten würde. Kaum vorstellbar bei Hessen-Forst Lampertheim
Man kann dem Vogel-Monitoringbericht 2016 ganz deutlich entnehmen, dass vor allem Forstwirtschaft am Rückgang/Verschlechterung der zu schützenden Vogelarten schuld ist.

Deutlich wird darauf hingewiesen, dass mehr Höhlenbäume sowie ältere Buchen und Eichen erhalten werden müssten. Dass nicht nach Mitte April noch in Laubwald eingeschlagen werden sollte und auch nicht schon im August...Dass Buchen und Eichen noch in der grün belaubten Phase (im Saft stehend) eingeschlagen werden, ist aber auch im FFH Gebiet alljährliche Hessen-Forstpraxis.

Stand auch im Monitoring-Bericht, dass ein möglichst langer Dichtstand vom Forstamt beachtet werden sollte, um die weitere schädliche Ausbreitung der Späten Traubenkirsche zu verhindern.

Leider wirtschaftet das Forstamt aber weiter "auflichtend", baut weiter Wald mit Kulturen schädlich um, nennt schädliche Buchenwaldauflichtungen neuerdings "Lichtökologie".

Waldschadenskategorie
Konflikt-Wald
Schutzgebietstyp
Naturschutzgebiet
Festgestellt am
Mi., 30.11.2011
Flächengröße in Hektar
Koordinaten
49.565753586389, 8.5446106169565,
Bürgerinitiative aktiv
Nein
Gefällte Höhlenbuchen Viernheimer Staatswald EU VSG 6417-450 Abt.304

Hier ein Beispiel von rücksichtslos verfolgten Holzinteressen gegenüber vernachlässigten Natur-und Artenschutzbelangen,

49.565753586389, 8.5446106169565